Sexocorporel - Modell der sexuellen Gesundheit

Das Modell des Sexocorporels ist ein ganzheitliches Beratungskonzept für sexuelle Gesundheit. Jean-Yves Desjardins hat es in den 1980er Jahren entwickelt. Aufgeschlüsselt kommt das Wort Sexocorporel von “sexo” - Sexualität und “corporel” - körperlich. Es ging bei der Entwicklung des Modells um die Förderung eines ganzheitlichen Verständnisses von Sexualität.

Der Sexocorporel geht davon aus, dass Sexualität ein zentrales Element menschlicher Existenz ist, das sich in verschiedenen Ebenen zeigt und widerspiegelt. Auch ist Sexualität im Sexocorporel gekennzeichnet durch lebenslanges Lernen, was bedeutet, dass Sexualität erlernt ist und jederzeit umgelernt werden kann. Es setzt an eigenen Ressourcen und der Selbstwirksamkeit an. Die Körper-Geist-Einheit spielt ebenso eine wichtige Rolle im Modell. So geht es davon aus, dass sich Körper und Geist gegenseitig bedingen und über eine Veränderung im Körper auch eine Veränderung im Geist hervorgerufen werden kann und umgekehrt.

Eine weitere Grundannahme des Sexocorporel ist, dass bei körperlichen Vorgängen drei Dimensionen besondere Bedeutung haben: Rhythmus - Muskeltonus - Bewegung(sraum). Durch die Arbeit mit diesen drei Dimensionen können körperliche Vorgänge, wie z.B. das sinnliche Spüren, bewusst beeinflusst werden.

Was bedeutet das für die Sexualberatungen?

Wichtig für dich ist zu wissen, dass der Sexocorporel ein Ansatz ist, der sowohl mit dem Körper als auch dem Geist arbeitet. Das heißt, wenn du mit mir arbeitest, solltest du nicht nur Lust haben auf Gespräche, sondern auch auf Körper- und Wahrnehmungsübungen. Oder zumindest darauf neugierig und dafür offen sein.

Wir werden uns mit deinen Ressourcen befassen und dem, wie du Sexualität gelernt hast, angepasst an dein Anliegen.

Die Methode ist hands-off, das bedeutet, dass es keine Berührungen geben wird.